Vom Malerkittel bis zum Werkzeugkoffer:
Bürgermeister Andreas Jarolim auf Sommertour
Wie sieht der Alltag in den gemeindlichen Einrichtungen konkret aus? Was gehört dazu, einen Kindergartenbetrieb zu organisieren oder dafür zu sorgen, dass Schulzentrum und Schurwaldhalle funktionieren? – Auch in diesem Sommer wollte Bürgermeister Andreas Jarolim wieder ganz praktisch erleben, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde täglich leisten: Bei seiner inzwischen dritten Sommertour packte er deshalb erneut selbst mit an – beim Spielen und Basteln mit den Kleinsten, der Essensausgabe in der Kernzeit sowie bei Reinigungs- und Reparaturarbeiten in Schurwaldhalle und Schulzentrum.
Den Auftakt der Sommertour 2026 bildete Jarolims Besuch im Kindergarten Rasselbande in Aichschieß. Der BM lernte dort die unterschiedlichen Betreuungsangebote kennen – von den altersgemischten Gruppen mit Zwei- bis Vierjährigen über die Ganztages- und VÖ-Betreuung bis hin zum Regelkindergarten und zur Vorschulgruppe. Dabei blieb es nicht beim Zuschauen: Mit den jüngeren Kindern wurde gemalt und gebastelt, mit den Vorschulkindern standen Zahlenspiele auf dem Programm. Auch beim Mittagessen mit den „Grashüpfern“ war der Bürgermeister mittendrin – auf dem Speiseplan standen Schnitzel mit Spätzle.
Für Kindergartenleiterin Karola Wenger sind es genau diese unmittelbaren Einblicke, die den besonderen Wert von Jarolims Sommertour ausmachen. „Der Besuch konnte sicherlich einen guten Eindruck davon vermitteln, wie der Alltag in einer Kita aussieht“, so Wenger. Besonders positiv sei für das Team gewesen, dass Jarolim sofort Kontakt zu den Kindern aufgenommen und sich ihnen als „Andi“ vorgestellt habe.
Sonnenblumen, Kinder und Mittagessen Am nächsten Tag ging es in die Kernzeitbetreuung und Mensa nach Schanbach. Auch hier wartete ein vielseitiger Arbeitstag auf den Bürgermeister. Gemeinsam mit den Kindern wurden Sonnenblumen gestaltet, die anschließend auf der Wiese vor der Schurwaldhalle aufgestellt wurden. Ausgerüstet mit einem eigenen Malerkittel half Jarolim beim Anmalen und anschließend bei der Essensausgabe. Zwischendurch blieb Zeit zum Spielen mit den Kindern und für Gespräche mit den Mitarbeitenden und der stellvertretenden Leitung der Kernzeitbetreuung, Tanja Knaupp.Dass zu einer Sommertour nicht unbedingt nur Sonnenschein gehört, zeigte sich beim Besuch der Waldhütte des Kindergartens Schanbach. Nachdem die Kinder dem Bürgermeister stolz ihre selbst gefertigten Bauwerke gezeigt hatten, öffnete der Himmel seine Schleusen, sodass der Bürgermeister, Erzieherin Jutta Arnold und die Kinder auf dem Heimweg völlig durchnässt wurden. Dem positiven Eindruck tat dies jedoch keinen Abbruch. „Es war toll zu sehen, wie selbstverständlich die Kinder den Wald als Spiel- und Erfahrungsraum nutzen und dabei erleben, dass man mit ganz einfachen, natürlichen Materialien spielen und etwas gestalten kann.“
Eine nochmals andere Perspektive bot der Arbeitseinsatz in der Kinderkrippe Schanbach, wo Kinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut werden. Jarolim verbrachte den Vormittag mit den Kindern, spielte mit ihnen im Sandkasten sowie im Garten und nutzte die Gelegenheit zum Gespräch mit der Krippenleitung. „Wir fanden es sehr schön, dass Herr Jarolim sich Zeit genommen und aktiv bei uns eingebracht hat“, betont Amélie Borgas. Dabei habe der Bürgermeister unmittelbar erleben können, wie vielfältig und zugleich anspruchsvoll die Arbeit mit den Kleinsten sei. „Für das gesamte Team war es schön zu sehen, dass unsere Arbeit auf diese Weise gesehen und wertgeschätzt wird“, so Krippenleiterin Borgas.
Letzte Station der Sommertour war der Bildungscampus in Schanbach, wo sich Jarolim gemeinsam mit Hausmeister Waldemar Sommer an ganz unterschiedliche Arbeiten machte: In der Schurwaldhalle wurden Stühle gereinigt, im Jugendhaus Parkett lasiert und im Kinderhaus Farbenzauber mussten zwei Schränke repariert werden. „Viele Aufgaben sieht man im normalen Betrieb überhaupt nicht. Aber genau diese Arbeiten sorgen dafür, dass unsere Einrichtungen funktionieren und genutzt werden können“, so Jarolim.
Mehr als ein „Praktikum“ Mit fünf Stationen, unterschiedlichen Arbeitsfeldern und vielen persönlichen Begegnungen war die Sommertour für Jarolim auch in diesem Jahr wieder viel mehr „als ein symbolischer Praktikumstag“. Entscheidend sei für ihn, die Arbeitsbedingungen und täglichen Herausforderungen der Beschäftigten kennenzulernen. Besonders beeindruckt hat ihn erneut, „wie viel unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag stemmen und wie selbstverständlich sie dabei auf unvorhergesehene Situationen reagieren.“
Und dass eine Sommertour auch ganz persönliche Erkenntnisse bereithalten kann, zeigte sich beim Mittagessen im Kindergarten. Als ein Rasselbande-Kind bemerkte, dass „Andi“ keinen Gurkensalat genommen hatte, erklärte der Bürgermeister, dass er keinen Gurkensalat möge. Die Antwort des kleinen Jungen kam sofort: „Wenn man etwas nicht probiert, dann weiß man auch nicht, ob es schmeckt.“ Ein Satz, der vielleicht ganz gut zu Jarolims Sommertour passt: hingehen, ausprobieren, mitmachen – und dabei Neues kennenlernen.




