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Koordination Flüchtlingsarbeit

Zum 1.1.2016 hat die Gemeinde eine neue 30%-Stelle zur Kooridination der Flüchtlingsarbeit geschaffen.

Flüchtlingskoordinatorin Martina Wendt

Mein Name ist Martina Wendt. Ich wohne mit meiner Familie in Aichelberg und bin von Beruf Diplom-Sozialpädagogin und Mediatorin.

Im Rahmen meiner Tätigkeit bündle und steuere ich Fragen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsthematik innerhalb der Gemeindeverwaltung. In diesem Rahmen wurde auch das kommunale Netzwerk „Aichwalder Netz“ aufgebaut.
Ich bin Ansprechpartner für die haupt- und ehrenamtlichen Akteure in der Arbeit mit geflüchteten Menschen und biete hier auf Wunsch Unterstützung oder Fortbildungen an. 

An dieser Stelle bedanke ich mich für all das ehrenamtliche Engagement in diesem Bereich!
Ein gemeinsames Engagement von Bürgern und Gemeindeverwaltung bei dieser durchaus herausfordernden Aufgabe ist ein wesentlicher Baustein für eine gelingende Integration der zu uns gekommenen Geflüchteten.

"Gut zu wissen..."

Aichwalder Netz

Zum Aichwalder Netz sind alle Institutionen eingeladen, die Berührungspunkte zu geflüchteten Menschen in Aichwald haben.
Ziel des Netzwerkes ist es, durch gegenseitige Information und gezielte Kooperation aller Beteiligten zu einer gelingenden Integration vor Ort beizutragen.
Das Aichwalder Netz traf sich erstmals am 12.2.2019.
Je nach Bedarf wird Martina Wendt zu ein bis zwei Treffen pro Jahr einladen. – Dazu sind Themenwünsche der Teilnehmer sehr willkommen!

Ehrenamtlicher Dolmetscherdienst für Aichwald

Beim ehrenamtlichen Dolmetscherdienst handelt es sich um ein Angebot der Gemeinde Aichwald. 

Er besteht derzeit aus 15 Personen, die in folgende 12 Sprachen übersetzen können:

  • Amharisch
  • Arabisch
  • Englisch
  • Ewe
  • Farsi
  • Französisch
  • Kermanschi
  • Kurdisch
  • Portugiesisch
  • Serbokroatisch
  • Tigrigna
  • Türkisch

Ehrenamtliche übersetzen und vermitteln zwischen Fachkräften aus Sozial- und Bildungseinrichtungen, Ämtern sowie Behörden und Migranten.

Vorbereitend auf ihre künftigen Einsätze nahmen 12 Dolmetscher an einer zweitägigen Schulung teil. Hierbei wurden sie von einer Dolmetscherin und interkulturellen Trainerin in den Grundlagen des Dolmetschens ausgebildet. Diese Ausbildung wurde aus Mitteln des Landesprogramms „Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ gefördert.

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für die Bereitschaft der ehrenamtlichen Dolmetscher, sich in diesem wichtigen Bereich zu engagieren!
Sie können bei Bedarf ab sofort von Einrichtungen des Bildungs- und Sozialwesens, beispielsweise Kindergärten, Schule, Altenheim, Pflegedienst, und Behörden angefordert werden

Interessierte Institutionen erhalten hierzu Informationen bei Martina Wendt und Carmen Schneider (siehe blauer Kasten rechts).
Sie übernehmen die Koordination und Organisation der Einsätze.

Aktuelles

Erstes Treffen des „Aichwalder Netzes“ am 12.02.2019

Am 12.2.2019 hatte die Flüchtlingskoordinatorin, Martina Wendt, verschiedenste Aichwalder Institutionen zu einem Netzwerktreffen ins Rathaus eingeladen.
Es sollte darum gehen, einander zu berichten, welche Erfahrungen die jeweiligen Stellen mit den Geflüchteten in Aichwald bereits gemacht haben, welche Fragen und Anregungen es diesbezüglich gibt und wo eine Kooperation der unterschiedlichen Institutionen hilfreich sein kann.

Der Einladung kamen erfreulicherweise 19 Personen nach - darunter MitarbeiterInnen von Kindergärten und –krippe, Schule, Kernzeit, Sozialem Dienst, AWO, Ärztehaus, VHS, ASV, Jugendmusikschule, AK Asyl, Kirchengemeinde und Vertretern der Gemeinderatsfraktionen. Als stellvertretender Bürgermeister moderierte Prof. Dr. Volker Haug den Abend.

Es fand ein reger Austausch zwischen allen Anwesenden statt. Hierbei war interessant und sehr erfreulich zu hören, dass die verschiedenen Akteure durchweg Positives hinsichtlich ihrer Erfahrungen mit dem Personenkreis der in Aichwald lebenden Geflüchteten zu berichten hatten. Es sei zu keinen negativen Vorfällen um die Unterkünfte in der Krummhardter Straße gekommen.
Das erste Treffen konnte hoffentlich einen Beitrag dazu leisten, dass die unterschiedlichen Akteure nun voneinander wissen und sich bei Bedarf direkt kurzschließen können. Je nach Bedarf wird sich das „Aichwalder Netz“ nun ein- oder zweimal im Jahr Treffen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten fürs Kommen und Sich-Einbringen sowie für alles Engagement und das unkomplizierte Miteinander in diesem Bereich!

"Dankeschöntag" am 02.02.2019

„Das Thema Integration ist noch nicht vorbei“

Dankeschöntag mit 50 ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingsarbeit

Bericht aus der Esslinger Zeitung:

Von Peter Dietrich
 
Beim Dankeschöntag im Bürgerhaus in Hohengehren für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingsarbeit gab es leckeres westafrikanisches Essen, internationale Musik, Kabarett und viel Austausch über die Situation der Geflüchteten in den Gemeinden Aichwald, Baltmannsweiler und Lichtenwald. Manches unterscheidet sich deutlich, andere Entwicklungen verlaufen an allen drei Orten so ziemlich parallel.

In Lichtenwald haben inzwischen rund 40 Geflüchtete eine private Wohnung gefunden. In Aichwald hingegen, so die Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde, Martina Wendt, ist das eher die große Ausnahme. „Die Situation ist sehr vielschichtig“, sagte Brunhilde Clauß, bei der Caritas als Ehrenamtskoordination für die Gemeinde Lichtenwald angestellt. Es mache einen großen Unterschied, ob ein Geflüchteter eine Bleibeperspektive habe oder nicht. Kurt Hilsenbeck vom Kreisdiakonieverband, in Baltmannsweiler als Ehrenamtskoordinator tätig, beobachtet das ebenfalls: „Ohne Bleibeperspektive schwindet die Motivation, die Atmosphäre ist schwierig.“

Am Anfang des Dankeschöntags stand ein Rückblick auf die Jahre 2015 und 2016: „An einem Tag kamen 70 bis 80 Geflüchtete an und wir hatten keine Ahnung von Flüchtlingsarbeit“, sagte Seher Dohn. Heute kümmern sich in Baltmannsweiler 25 bis 30 Aktive um das Begegnungscafé, die Fahrradwerkstatt, um Kleiderkammer und Sprachkurse – und um die Wohnungssuche, und zwar händeringend.
In Lichtenwald ist die Kleiderkammer derzeit mangels Nachfrage geschlossen. Bei ihrer Mobilität brauchen die Geflüchteten kaum noch Hilfe, sie sind autark geworden. Auch in Aichwald wurde die Gebrauchtwarengruppe zurückgefahren, das Sprachcafé ist dort zum Weltcafé geworden. So manche Erfolgsgeschichte wurde unter den 50 Ehrenamtlichen ausgetauscht. Marion Wiesler aus Baltmannsweiler berichtete von einer geflüchteten Familie mit fünf Kindern: „Es ist erfreulich, wie die sich entwickelt haben. Jedes Kind erzählt inzwischen in sehr gutem Deutsch.“

Doch es gab aus Sicht der Ehrenamtlichen auch Fehlentwicklungen. Walter Knapp aus Aichwald kritisierte den Bau von großen Unterkünften ohne jede Nachbarschaft. „Besser sind 40 Plätze mitten im Ort.“ Insgesamt sei das vergangene Jahr aber gut verlaufen. Erfreulich ist, dass sich geflüchtete Familien inzwischen untereinander helfen. In Lichtenwald konnten Frauen mit kleinen Kindern nicht zum VHS-Kurs. Seit ein paar Wochen gibt es für sie zwei Treffen in kirchlichen Räumen, dort wird über den Alltag geredet und auch gemeinsam gekocht.

Was Martina Wendt nun sich und den Geflüchteten wünscht, sind „natürliche Begegnungen in der Nachbarschaft“. Was bisher bei der Arbeits- und Wohnungssuche ging, sei auf einzelne Kontakte zurückzuführen. Für die Integration brauche es Ehrenamtliche: „Es freut uns, dass es Sie alle gibt.“

In Gesprächsrunden trugen die Ehrenamtlichen die aktuellen Herausforderungen zusammen. „Wie kann ich Deutsche motivieren, Kontakt mit Flüchtlingen aufzunehmen, in der Schule, im Verein, in der Nachbarschaft?“, fragte eine Teilnehmerin. Intensiv diskutiert wurde über geeignetes Material für die Sprachvermittlung.

Bürgermeister Simon Schmid aus Baltmannsweiler, sein Kollege aus Lichtenwald, Ferdinand Rentschler, und der 1. stellvertretende Bürgermeister von Aichwald, Volker Haug, waren gekommen, um den Ehrenamtlichen zu danken. Alle drei sehen den Schurwald als positives Beispiel für die Integration. „Kämpfen Sie weiter so, Sie haben uns an Ihrer Seite“, sagte Schmid. Er mahnte: „Das Thema Integration ist noch nicht vorbei.“ Er bat den Landkreis und das Land dringend, die befristeten Hauptamtlichen weiterhin zu finanzieren.

Von den drei Gemeinden finanziert war das westafrikanische Essen, liebevoll zubereitet von Vanessa Ezzine Obi, die als Start-Up-Unternehmen einen Catering-Service begonnen hat. Ihre Burger mit Kochbananen, mit Rind und vegetarisch, waren sehr gefragt. „Die Sauce ist wirklich scharf“, warnte ihr Freund und Mitkoch Jan Velimsky, „manche glauben das nicht.“

Das Duo „Two anywhere“, bestehend aus der Sängerin Aber Jasin und dem Pianisten Papken Kamaia, bewies enorme Vielfalt. Für das deutschsprachige „Muss i denn zum Städtele hinaus“ der beiden Syrer gab es viel Applaus. Viel zum Lachen und Nachdenken gab es mit „Bruder Theo“, der Ausschnitte seines Kabarettprogramms „Bruder Theo kehrt zurück“ präsentierte.

Kontakt

Gemeindeverwaltung Aichwald Seestraße 8
73773 Aichwald

Koordinatorin

Martina Wendt
Tel.: 0711 / 36909 -26
E-Mail: martina.wendt@aichwald.de

Sprechzeiten

Mo.:  8.30 - 12.00 Uhr
Di.:    8.00 - 12.00 Uhr

Koordinatoren des Dolmetscherdienstes

Martina Wendt
Tel.: 0711 / 36909 -26
E-Mail: martina.wendt@aichwald.de

Carmen Schneider
Tel.: 0711 / 36909 -22
E-Mail: carmen.schneider@aichwald.de

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Fax.: 0711 / 36 909 - 18
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