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Jubiläum

50 Jahre Gemeinde Aichwald

Fest-Wochenende vom 20. bis 22. September 2024

Am 1. Januar 1974 schlossen sich die drei eigenständigen Orte Schanbach (mit Lobenrot), Aichschieß (mit Krummhardt) und Aichelberg im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg zur Gemeinde Aichwald zusammen. Dieses freudige Ereignis werden wir an unserem großen Fest-Wochenende vom 20. bis 22. September 2024 gebührend feiern.

Neues Logo

Um das 50-jährige Bestehen unserer Gemeinde noch mehr in den Blickpunkt zu rücken, wurde für das Jubiläumsjahr ein neues Logo „Wir feiern! – 50 Jahre Gemeinde Aichwald“ entwickelt. Dieses ist ab sofort auf der Titelseite des Amtsblatts „Aichwald aktuell“ und auch auf allen elektronischen Signaturen der Verwaltung zu sehen.
"Das neue Logo steht sinnbildlich für 50 Jahre gewachsene Gemeinschaft“, betont Bürgermeister Andreas Jarolim. „Wir freuen uns sehr darauf, diesen besonderen Anlass mit allen Bürgerinnen und Bürgern zu teilen und zu feiern.“

Neue Serie im Amtsblatt: Jubiläum – 50 Jahre Aichwald

Amtsblattserie "50 Jahre Aichwald"

Wie alles mit der Gemeindereform begann:

Von der Zweckehe zur lebendigen Gemeinde Es ging eher ruhig zu auf dem Vorderen Schurwald, bevor die drei eigenständigen Orte Schanbach (mit Lobenrot), Aichschieß (mit Krummhardt) und Aichelberg im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg am 1. Januar 1974 zur Gemeinde Aichwald vereinigt wurden. „Obwohl dieser Zusammenschluss freiwillig erfolgte, war es keine Liebesheirat, sondern vielmehr eine Zweckgemeinschaft“, erinnert sich der erste Bürgermeister Aichwalds, Richard Hohler, der die Geschicke der neuen Gemeinde von 1974 bis 2006 leitete.
Hohler war 1969 als junger Verwaltungsbeamter auf den Vorderen Schurwald gekommen – zu einer Zeit, in der in Baden-Württemberg die Frage der Gemeindereform akut war: Als Teil einer umfassenden Verwaltungsreform sah diese vor, „die Verwaltungs- und Leistungskraft kleinerer Gemeinden zu stärken“, insbesondere, um für die Bürgerinnen und Bürger gleichwertige Lebensverhältnisse auf dem Land und in den Städten zu schaffen. Durch Zusammenschlüsse und Eingemeindungen sollten die ehemals 3.379 Gemeinden in Baden-Württemberg auf 1.080 Gemeinden mit einer Mindesteinwohnerzahl von 8.000 reduziert werden – mit der Begründung, dass erst ab dieser Größe den gestiegenen Bedürfnissen der Bevölkerung nach guten Wohnverhältnissen, Straßen und einer Infrastruktur mit Schulen, Kindergärten, Gesundheitsversorgung sowie Kultur-, Sozial- und Freizeiteinrichtungen, entsprochen werden könne.
Ein weiterer Aspekt der Reform war, dass auf Grund der zunehmenden und immer komplexeren Aufgaben für die Gemeindeverwaltungen dringend hauptamtliches und fachlich ausgebildetes Personal benötigt wurde. „Früher waren die Rathäuser in erster Linie eine Ordnungsverwaltung, die vor allem die Meldebehörde, Standesamt, Ortspolizeibehörde und Feuerwehr umfasste“, erklärt Alt-BM Hohler.

Angst vor Eingemeindung nach Esslingen Die Landesregierung hoffte, dass sich bis Mitte 1974 möglichst viele Gemeinden freiwillig zusammenschließen würden und gab dazu finanzielle Anreize in Form von Prämien nach dem Finanzausgleichsgesetz. Bedingung war, dass in den betroffenen Gemeinden bis zum 2. April 1972 eine Bürgeranhörung stattgefunden hatte; für alle anderen Gemeinden wurde im Juli 1974 ein zwangsweiser Zusammenschluss per Gesetz vorgeschrieben.
Vor die Alternativen Selbständigkeit, Eingemeindung nach Esslingen oder Zusammenschluss gestellt, entschieden sich die drei Gemeinderatsgremien in Schanbach, Aichschieß und Aichelberg für eine Vereinigung. Schon in den 50er- und 60er-Jahren hatten die drei Gemeinden in vielen Bereichen erfolgreich zusammengearbeitet: Von der gemeinsamen Anstellung eines Finanzbeamten über Straßenbauangelegenheiten, den Gemeinschaftsbau des Wasserturms und einer modernen Schule bis hin zur Gründung eines Allgemeinen Sportvereins „Vorderer Schurwald“ im Jahr 1967. Die Gründung des Planungsverbandes „Vorderer Schurwald“ 1965 war ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Zusammenschluss, da dieser auch die Aufgabe hatte, einen gemeinsamen Flächennutzungsplan für Aichelberg, Aichschieß und Schanbach zu erstellen.
Im Mai 1971 wurde ein Ausschuss geschaffen, der die Bildung einer Einheitsgemeinde vorbereiten sollte. Diese wurde auch bei der 1972 durchgeführten Bürgerbefragung in hohem Maße befürwortet:  In Aichelberg sprachen sich 69 Prozent, in Aichschieß 92 Prozent und in Schanbach 95 Prozent der Stimmberechtigten für die Bildung einer Einheitsgemeinde aus.  Ende 1972 stimmten die Gemeinderäte schließlich den Vereinbarungen für einen Zusammenschluss zu, der zum 1. Januar 1974 in Kraft treten sollte. „Es war klar, dass wir als neue, eigenständige Gemeinde viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten haben würden als bei einer Eingemeindung nach Esslingen“, so Hohler.
Um die Übergangszeit besser regeln zu können, wurde im Oktober 1973 in einem Vorschaltgesetz die Amtszeit von Bürgermeister und Gemeinderat in den aufzulösenden Gemeinden verlängert, um mehrere Wahlen innerhalber kurzer Zeit zu vermeiden. Zugleich wurden in den betroffenen Gemeinden größere Investitionen verboten oder sogar eingeschränkt. Allerdings nutzen noch alle  drei Ortsteile kurz vor der Gemeindereform die Chance, eigene Neubaugebiete auszuweisen – wodurch die Bevölkerung Aichwalds innerhalb von nur zehn Jahren von rund 5.500 im Jahr 1974 auf 8000 Einwohner anwachsen sollte.

Spannende Wahl zum Bürgermeister Am 4. Januar 1974 versammelte sich erstmals der Übergangsgemeinderat, der sich aus den 30 ehemaligen Mitgliedern der Gemeinderäte aus Aichschieß, Aichelberg und Schanbach zusammensetzte, und wählte den bisherigen Bürgermeister Schanbachs, Peter Kuhn, zum Amtsverweser. Gleichzeitig wurde eine Hauptsatzung und Ortschaftsverfassung mit eigenen Ortschaftsräten erlassen.
Dennoch war die Gefahr der drohenden Eingemeindung nach Esslingen noch nicht vom Tisch  – obwohl diese laut einer direkt im Januar 74 durchgeführten Bürgeranhörung von 90,4 Prozent der neuen Aichwalderinnen und Aichwalder abgelehnt wurde. Erst als sich auch im Juli 1974 der Landtag in Stuttgart gegen eine Eingemeindung aussprach, war die Zukunft Aichwalds als eigenständige Gemeinde gesichert.
Bereits zuvor waren im April 1974 die 20 Gemeinderäte Aichwalds gewählt worden; im Juli war die Wahl zum neuen Bürgermeister ausgeschrieben worden, die Richard Hohler am 15. September im ersten Wahlgang für sich entscheiden konnte.  Am 1. Oktober wurde Richard Hoher in der Schule in Schanbach als Bürgermeister der neuen Gemeinde eingesetzt. Die Ortschaftsverfassung, mit der man die Interessenwahrung und Eigenart der drei Ortsteile sicherstellen wollte, wurde 1977 aufgehoben.
„Der Zusammenschluss von Aichelberg, Aichschieß und Schanbach zur Gemeinde Aichwald ist eine echte Erfolgsgeschichte“, so Bürgermeister Andreas Jarolim. „Damit wurde vor 50 Jahren der Grundstein gelegt für den wichtigen Ausbau und die Modernisierung der kommunalen Einrichtungen – und damit für die hohe Lebensqualität und den unvergleichbaren Zusammenhalt der Menschen in unserer Gemeinde.“

Seit 1994 hat die Sozialstation Schurwald ihren Sitz im alten Aichschießer Rathaus

Wie Aichwald zu seinem Namen und Wappen kam:

Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg lag die Verantwortung für die Vergabe der neuen Ortsnamen ebenfalls bei den beteiligten Gemeinden. Bereits 1972 hatten die Gemeinderäte von Aichelberg, Aichschieß und Krummhardt den Vereinbarungen für einen Zusammenschluss zugestimmt, der zum 1. Januar 1974 in Kraft treten sollte. Auch der neue Name sollte die Zusammenführung der drei Orte symbolisieren und zudem die geografischen Merkmale der Gegend sowie die Geschichte der ursprünglichen Orte widerspiegeln. Vor allem aber ging es darum, „ein starkes Wir-Gefühl zu erzeugen“, erinnert sich der erste Bürgermeister Aichwalds, Richard Hohler. „Die Bewohner aller Ortsteile sollten trotz ihrer Eigenheiten das Gefühl haben, gleichberechtigt zur neuen Gemeinde dazuzugehören und sich mit dem neuen Namen identifizieren können.“
Aus den Namensvorschlägen Drei-Eichen, Aichenbach, Bergtannen, Buschhalden, Beerendorf und vielen mehr wurde schließlich "Aichwald" als neuer Name gewählt, der anschließend vom Regierungspräsidium und Innenministerium genehmigt wurde. So hat die Vorsilbe „Aich“, die bereits in den Ortsnamen Aichschieß und Aichelberg vorhanden war, häufig ihren Ursprung in der althochdeutschen Sprache. Sie leitet sich in der Regel von "Eiche" ab und weist meist auf eine Gegend hin, in der Eichenbäume reichlich vorhanden waren. Die zweite Silbe "Wald" zeigt ebenfalls auf die bewaldete Umgebung Aichwalds, insbesondere auf die früheren Eichenwälder, die alle drei Ortsteile umgeben.
Auch im Aichwalder Wappen von 1977, das wichtige Elemente der drei bisherigen Wappen vereinigt, spiegelt sich das reibungslose Zusammenfinden der drei Teilorte Schanbach, Aichschieß und Aichelberg wider: Die Grundfarbe blau und der goldene Schrägbalken entstammen dem ehemaligen Schanbacher Wappen, die Armbrust ist dem Aichschießer Wappen entnommen und die Eichel erinnert an das Aichelberger Wappen, das seit 1930 eine solche aufwies.
Das Wappen und die neue Flagge wurden der Gemeinde Aichwald am 5. September 1977 feierlich durch das Landratsamt Esslingen verliehen. „Es war von Anfang an unser oberstes Ziel, eine Einheit zu werden,“ betont Richard Hohler, der von 1974 bis 2006 Bürgermeister in Aichwald war. „Und dies ist uns nicht nur mit dem neuen Namen und Wappen rückblickend sehr gut gelungen.“

Starkes Bevölkerungswachstum stellt Infrastruktur der neuen Gemeinde vor große Herausforderungen

Nach dem Zusammenschluss der Gemeinden Aichelberg, Aichschieß mit Krummhardt und Schanbach mit Lobenrot zur neuen Kommune Aichwald kam es zu einem enormen Bevölkerungswachstum. Denn kurz vor Umsetzung der Gemeindereform im Jahr 1974 hatte noch jede Teilgemeinde die Möglichkeit genutzt, eigene Neubaugebiete auszuweisen – was bald zu einem sprunghaften Anstieg der Einwohnerzahl führte: Zählte man 1970 in den drei Teilorten insgesamt etwas mehr als 4.000 Einwohner, so war die Bevölkerung im Jahr 1974 in Aichwald bereits auf 5.500 Einwohner und im Jahr 1982 auf rund 8.000 Einwohner angestiegen – womit sich die Bevölkerungszahl innerhalb von zehn Jahren nahezu verdoppelt hatte. Damit wuchs Aichwald in dieser Zeit rund zehnmal schneller als andere Orte im Landkreis Esslingen, was die neue Gemeinde vor vielfältige Aufgaben und Herausforderungen, insbesondere beim Ausbau der Infrastruktur sowie der Grundversorgung, stellte.

Starkes Bevölkerungswachstum Zu einem rapiden Anstieg der Einwohnerzahl war es bereits 1970/71 gekommen: Als Ansatz zur damals geplanten „Schurwaldstadt“ wurden in Schanbach die Hochhäuser an der Albstraße gebaut, die rund 1.100 Menschen ein neues Zuhause boten. Wäre es nach dem Anfang der 70er Jahre erstellten Entwurf des Flächennutzungsplans gegangen, hätte die Einwohnerzahl durch die Verdichtung Aichwalds zur Wohnstadt mit sieben neuen Ortsteilen sogar auf über 20.000 ansteigen sollen. Laut Alt-Bürgermeister Richard Hohler sahen die damaligen Planungen am heutigen Horben-Parkplatz die wirtschaftliche Mitte der Gemeinde mit mehreren 15-stöckigen Hochhäusern für 4.500 Einwohner vor.  Zudem beinhaltete der Entwurf eine vierspurige Straße von Esslingen über Aichwald ins Remstal, die mit einem Tunnel unter den Horben, der bis zum Abzweig Krummhardt führen sollte, quer durch Aichwald verlaufen wäre. Auch wenn dieser ehrgeizige Entwurf letztlich nicht genehmigt und umgesetzt wurde, gab er doch den weiteren Weg einer gemeinsamen, aufeinander abgestimmten Weiterentwicklung der drei Teilgemeinden vor.

„Aichwald war noch nie eine reiche Gemeinde, doch nach dem Zusammenschluss und dem stetigen Anstieg der Einwohnerzahlen mussten insbesondere im Bereich Infrastruktur viele neue Weichen gestellt werden“, erzählt Hohler, der von 1974 bis 2006 an der Rathausspitze Aichwalds stand. „Ab 1974 ging zwar der Verwaltungsbetrieb los, aber wir hatten weder eine zentrale Verwaltung noch einen Bauhof“, beschreibt Hohler die großen Herausforderungen der neuen Gemeinde. So hatte zwar jede Teilgemeinde ihre eigenen kleinen Kläranlagen, die durch den stetigen Einwohnerzuwachs jedoch bald so überfordert waren, dass in der ersten Amtszeit Hohlers drei neue Kläranlagen gebaut werden mussten. Auch bei der Wasserversorgung stieß die neue Gemeinde innerhalb kürzester Zeit an ihre Grenzen: 1976 kam es bei der Wasserversorgung kurzzeitig zum Zusammenbruch, der auch ein Wässerungsverbot in Aichschieß, Aichelberg und Schanbach nach sich zog. Um diesen Engpass zu beheben mussten neue Wasserleitungen vom Wasserturm nach Aichelberg und in Richtung Aichschieß verlegt werden.

Mit dem 1977 aufgestellten Gemeindeentwicklungsplan begann schließlich der kontinuierliche Ausbau bzw. die Modernisierung kommunaler Einrichtungen. Durch den Bau mehrerer Regenüberlaufbecken, dem Austausch alter Wasserleitungen, den Anschluss Krummhardts und Lobenrot an das Abwassernetz und die Erweiterung der Kläranlagen bis in die Mitte der 80er Jahre konnten die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung sukzessive stabilisiert werden.

Aufbau gemeinsamer Einrichtungen Um das Funktionieren der neuen Gemeinde zu gewährleisten, mussten betriebsnotwendige Einrichtungen zusammengelegt und neu organisiert werden. Dazu wurden in einem ersten Schritt die drei „Fronmeister“ der ehemaligen Teilgemeinden zusammengeführt. Auch die Unterhaltung der öffentlichen Einrichtungen und Anlagen, die Müllabfuhr und der Winterdienst mussten neu organisiert werden. Die bisherigen drei getrennten Feuerwehren wurden zur einheitlichen Feuerwehr Aichwald zusammengeführt. 1978 wurde schließlich in Schanbach ein zentraler Bauhof eingerichtet und auch die Feuerwehr erhielt dort ein größeres Magazin. Anfang der 90er Jahre konnten dann der neue Bauhof in Aichschieß sowie ein neues Haus für Feuerwehr und DRK in Schanbach eingeweiht werden.

Neben der Wasserversorgung sowie der Müll- und Abwasserentsorgung waren insbesondere mit der weiteren Baulanderschließung, dem Straßenbau und der Verkehrsanbindung erhebliche Verwaltungsanstrengungen verbunden. Auch in anderen Bereichen wurde eine moderne Infrastruktur nötig: Mit der Vergrößerung der Friedhöfe in Schanbach, Aichschieß  und Aichelberg einschließlich Neubau der Aussegnungshallen trug man auch hier der steigenden Bevölkerungszahl Rechnung.

Um den Dorfcharakter der einzelnen Ortsteile weitgehend zu erhalten, hatte sich der Gemeinderat 1987 für den Weg der „erhaltenden Ortskernsanierungen“ entschieden: Zwischen 1988 und 1992 war bereits die Ortsmitte in Aichschieß grundlegend saniert worden; 1991 wurde in Krummhardt ein kleiner Dorfplatz mit der Linde als Ortsmitte angelegt. In Aichelberg wurden die Schurwaldstraße und die Schnaiter Straße saniert. Am umfangreichsten war die Neugestaltung der Schanbacher Ortsmitte Mitte der 90er-Jahre mit dem Neubau des Rathauses, dem Bau eines Wohn- und Geschäftshauses sowie eines Bankgebäudes und des evangelischen Gemeindehauses.

Verbesserung der Lebensverhältnisse Beim Start der neuen Gemeinde 1974 gab es in den fünf Teilorten insgesamt nur eine Arztpraxis in Schanbach. Für die Bevölkerung sehr hilfreich war es seinerzeit, dass man seine  Rezepte beim Arzt bestellen, diese aber in einer Gaststätte in Aichschieß bzw. Aichelberg abholen konnte – wodurch sich die Aichschießer und Aichelberger den Weg nach Schanbach sparen konnten. Bereits 1969 war auf dem Vorderen Schurwald ein Krankenpflegeverein gegründet worden, über den die Versorgung alter und kranker Menschen in ihrem Zuhause sichergestellt werden sollte. Um auch die ärztliche Versorgung der stark gewachsenen Bevölkerung zu gewährleisten ist es dann gelungen, zwei weitere Ärzte anzusiedeln.

Auch die Lebensverhältnisse für Kinder und Jugendliche wurden nach der Gründung Aichwalds wesentlich verbessert: Bereits 1974 wurde ein neuer Kindergarten in Aichelberg eröffnet und 1985 der zuvor abgebrannte Kindergarten in Schanbach wieder aufgebaut. In den Teilorten wurden verschiedene Spielplätze errichtet und Mitte der 90er Jahre wurde die Kernzeitbetreuung eingeführt und das Jugendhaus „Domino“ in einem Behelfsbau eröffnet. Auch die Grund- und Hauptschule wurde zwischen 1975 und 1980 großzügig erweitert, ebenso wie die Sportplätze. Im Juni 1993 wurde schließlich der Sportteil der Schurwaldhalle eingeweiht, nachdem bereits 1986 der Kulturteil der Halle fertiggestellt worden war, was wiederum für das Vereinsleben sehr wichtig war.

Auf Grund der demographischen Entwicklung wurde es notwendig, auch an die ältere und pflegebedürftige Bevölkerung zu denken. Um diesen dringenden Bedarf abzudecken, wurde 2005 das neue Seniorenzentrum in Schanbach mit einem Pflegeheim, dem betreuten Wohnen und der Begegnungsstätte in Betrieb genommen.

Zu einer funktionierenden Gemeinde gehören auch ausreichende Arbeits- und Ausbildungsplätze. Um diese zu erreichen wurden in Aichschieß und Aichelberg neue Gewerbeflächen ausgewiesen. Dadurch konnten neue Gewerbebetriebe angesiedelt bzw. bereits ansässige Betriebe erweitert werden, wodurch auch das Gewerbesteueraufkommen ständig anstieg und zu einem wichtigen Bestandteil für die Gemeindefinanzen wurde.  

„All diese Maßnahmen trugen dazu bei, die Lebensqualität in Aichwald nach der Gemeindereform 1974 deutlich zu verbessern und die Gemeinde zu einem attraktiven Wohn- und Lebensort zu machen“, blickt Altbürgermeister Richard Hohler zurück, der heute noch „sehr gern“ in Aichelberg wohnt. „Die damaligen Infrastruktur-Maßnahmen haben den Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung und positive Zukunftsperspektive für unsere Gemeinde gelegt“, ist sich auch Bürgermeister Andreas Jarolim sicher.  

Welche große Herausforderung die wachsende Kinder- und Schülerzahl an das junge Aichwald stellte und welche entscheidende Rolle die Schule beim Zusammenwachsen der drei Teilorte spielte, ist Thema des nächstens Artikels, der im Mai in dieser Jubiläums-Serie erscheinen wird.

Mitte der 90er Jahre wurde im Zuge der Neugestaltung der Schanbacher Ortsmitte auch das Rathaus neu gebaut.
Durch den Bau der Hochhäuser an der Albstraße stieg die Einwohnerzahl Anfang der 70er Jahre sprunghaft an.

Die Schule in Schanbach wird zur Keimzelle der neuen Gemeinde

Mit dem starken Bevölkerungswachstum Aichwalds nahm auch die Anzahl der Kinder stetig zu: Zählte die neue Gemeinde zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses 1974 noch rund 5.500 Einwohner, so waren es 1982 bereits 8.000 – darunter viele Familien mit Kindern, die in den Neubaugebieten ein neues Zuhause gefunden hatten. „Angesichts der rapide steigenden Schülerzahlen war die Schule vor große Herausforderungen gestellt“, erinnert sich Manfred Raab, der von 1968 bis 2000 Schulleiter in Aichwald war. Als der Pädagoge 1968 seine neue Tätigkeit auf dem Schurwald antrat, „waren die Unterschiede zwischen Stadt und Land, wo es kaum öffentliche Einrichtungen gab, enorm,“ so Raab.

Zwar gab es in den drei Gemeinden Aichschieß, Schanbach und Aichelberg bereits vor der Gemeindereform die für die damalige Zeit üblichen Volksschulen - allerdings konnten diese auf Grund ihrer zum Teil schlechten baulichen Substanz, Ausstattung und geringen Größe nicht den Bedarf der Gemeinden decken. Bereits 1962 hatte der Schulverband Vorderer Schurwald den Bau einer gemeinsamen Hauptschule beschlossen. Der Neubau der Nachbarschaftsschule Vorderer Schurwald, der 1968 mitten auf der Wiese in einem Himbeerfeld erfolgte, sei für die weitere Entwicklung Aichwalds enorm wichtig gewesen, ist sich Raab sicher: „Hier wurden ab 1968 die Kinder aus allen fünf Ortsteilen zusammengeführt. Und über die Kinder sind schließlich auch die Eltern zusammengekommen.“ Damit habe die Schule von Anfang an „einen großen Beitrag für das emotionale Befinden und Zusammenleben geleistet“. Raab: „Die Schule war der wichtigste Katalysator für den späteren erfolgreichen Zusammenschluss von Aichelberg, Aichschieß und Schanbach zur neuen Gemeinde Aichwald.“

Sportunterricht auf dem Flur „Angesichts der steigenden Kinderzahlen mussten die Schulen in unserer neuen Gemeinde eine große Last tragen“, betont auch Richard Hohler, der von 1974 bis 2006 Bürgermeister in Aichwald war. Teilweise wurden Holz-Container aufgestellt, in Aichschieß sogar das Gemeindehaus angemietet, um Klassen unterzubringen, bevor 1979 der Anbau bzw. die Erweiterung der Schule erfolgte. In der Aichschießer Grundschule gab es Mitte der 70er Jahre fünf Klassen, aber nur drei Klassenzimmer, weshalb kurzerhand die Schulküche aufgelöst und in ein Klassenzimmer umgewandelt wurde. Zudem fand für einige Grundschulklassen der Außenstellen in Aichelberg und Aichschieß der Unterricht in der neuen Schule in Schanbach statt – je nach Schülerzahl und Klassengröße. „Das hat uns auch beim Thema Transport vor große Herausforderungen gestellt“, erinnert sich Raab: Konnten bislang alle Kinder in den Ortsteilen Aichschieß und Aichelberg die Schule fußläufig erreichen, musste nun auch für die Grundschüler eine Beförderung mit dem Bus nach Schanbach organisiert werden, um einen geregelten Schulbetrieb zu ermöglichen.

Obwohl die neue Schule in Schanbach über zehn Klassenzimmer verfügte, reichten auch diese schon bald nicht mehr aus. Insbesondere die Bebauung des Wohngebiets Albstraße in Schanbach Anfang der 70er Jahre, wo rund 1.100 Personen innerhalb kürzester Zeit in die Hochhäuser einzogen, sorgte für einen sprunghaften Anstieg der Schülerzahlen. „Teilweise fand der Unterricht in den Kursräumen statt und es gab so genannte Wanderklassen, der Sport wurde im großen Gang vor dem Rektorat und Lehrerzimmer gemacht, da wir ja noch keine Turnhalle hatten,“ erzählt Raab, der mit seiner Familie von 1968 bis 1979 im Hausmeisterhaus an der Schule gewohnt hat.

Öffentliches Leben fand in der Schule statt „Auch das gesamte öffentliche Leben der Gemeinden hat sich lange Zeit in der Grund- und Hauptschule in Schanbach abgespielt“, erinnert sich Alt-Bürgermeister Richard Hohler. Das Rote Kreuz, die Volkshochschule und Jugendmusikschule hatten dort ebenso ihren Sitz wie die Ortsbücherei. Es gab Konzerte, Ausstellungen und Blutspendeaktionen in der Schule. Die Amtseinführung von Bürgermeister Richard Hohler und Gemeinderatsitzungen wurden bis 1986 ebenfalls dort abgehalten. „Die Schule in Schanbach war die Keimzelle für das neue Aichwald“, sind sich Raab und Hohler einig.

Dabei waren die Rahmenbedingungen alles andere als einfach: „Es gab keinerlei Infrastruktur für die neue Schule, zudem mussten die drei bisher selbständigen Schulen mit ihren Kollegien zusammengeführt werden,“ erinnert sich Raab. „Es war kein einfacher Start der Grund- und Hauptschule Vorderer Schurwald, aber in der Gemeinde und insbesondere der Schule herrschte eine positive Aufbruchstimmung,“ blickt Raab zurück. Mit der Bildung der neuen Gemeinde Aichwald zum 1. Januar 1974 wurde die “Nachbarschaftsschule Vorderer Schurwald“ in „Grund und Hauptschule Aichwald“ umbenannt, zwischen 1975 und 1980 der gesamte Schulkomplex großzügig erweitert. Der bereits in den 60er Jahren neben der Schule angelegte Sportplatz wurde in den 80er Jahren zum Sportzentrum ausgebaut; im Juni 1993 konnte schließlich der Sportteil der Schurwaldhalle eingeweiht werden, nachdem bereits 1986 der Kulturteil der Halle fertiggestellt worden war.

Besonders gern erinnert sich Raab an die 80er Jahre, als die zweizügige Hauptschule in Schanbach zusammen mit der Grundschule rund 720 Schülerinnen und Schüler zählte: „Es war eine arbeitsintensive, aber auch erfüllende Zeit, wo wir wirklich viel bewegen konnten,“ so Raab. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Schule, den Vereinen, örtlichen Betrieben, sowie der Volkshochschule sei dabei sehr hilfreich und erfolgreich gewesen. Raab: „Diese Öffnung nach außen war ein besonderes Merkmal der Schule.“ Der ehemalige Schulleiter bedauert sehr, dass es in Aichwald seit 2019 keine Hauptschule (mit Werkrealschule) mehr gibt, die Sanierungsarbeiten an „seiner alten Schule“ hat der 86-jährige Krummhardter jedoch sehr positiv verfolgt: Nach dreijährigem Umbau ist das Schulzentrum seit 2019 technisch und baulich auf dem neuesten Stand, die dortige Grundschule – weit über den Landkreis Esslingen hinaus – eine der modernsten ihrer Art. Nachdem die umfassenden Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an der Alten Sporthalle 2024 abgeschlossen werden, steht diese dann auch wieder für den Sportunterricht zur Verfügung.

Breites Bildungs- und Betreuungsangebot Doch nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die kleineren Kinder wurden die Lebensverhältnisse nach der Gründung Aichwalds wesentlich verbessert: Bereits 1974 wurde ein neuer Kindergarten in Aichelberg eröffnet, 1985 der zuvor abgebrannte Kindergarten in Schanbach wieder aufgebaut und Mitte der 90er Jahre das Aichelberger Rathaus für die Kernzeitbetreuung genutzt. Mit dem Bau der Kindertagesstätte mit Schule in Aichschieß wird in diesem Jahr in Aichwald ein weiteres Großprojekt im Rahmen der Schulsanierungen umgesetzt: Auf dem Gelände des alten Schulhauses werden Grundschule und Kindergarten neu gebaut, um dem künftigen Raumbedarf von Schule, KiTa und Kernzeit Rechnung zu tragen.

„Mit unseren drei Grundschulstandorten in Schanbach, Aichelberg und Aichschieß sowie drei Kindergärten und zwei Kinderkrippen sind wir heute mit unserem Bildungs- und Betreuungsangebot gut aufgestellt“, so Bürgermeister Andreas Jarolim, der mit Blick auf das 50-jährige Jubiläum der Gemeinde betont: „Was die Schule in Schanbach damals für das neue Aichwald und das Zusammenwachsen der drei Ortsteile geleistet hat, kann im Rückblick nicht hoch genug wertgeschätzt werden.“

Der Kulturteil der Schurwaldhalle wurde 1986 fertiggestellt
Grund- und Hauptschule Aichwald, etwa 1970

Wirtschaftsstandort Aichwald

Vom landwirtschaftlich geprägten Ortsbild zum breit aufgestellten Wirtschaftsstandort Bereits vor dem Zusammenschluss der Gemeinden Aichelberg, Aichschieß mit Krummhardt und Schanbach mit Lobenrot zur neuen Kommune Aichwald war es Anfang der 70er Jahre zu einem starken Bevölkerungswachstum gekommen. Um die damit verbundenen Infrastrukturmaßnahmen sowie Baulanderschließungen finanzieren zu können, bemühten sich die Gemeinden, auf ihren Gemarkungen Industrie und Gewerbe anzusiedeln. Dies nicht nur mit dem Ziel, vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen - die es bis dato kaum gab - sondern auch, um die Gewerbesteuereinnahmen zu erhöhen und damit die dringend benötigten Haushaltsmittel zu beschaffen. Besonders erfolgreich war hierbei Aichschieß, wo sich heute im Bereich der Waldstraße auf einer Fläche von rund 15 Hektar nicht nur das älteste, sondern auch das größte Gewerbegebiet Aichwalds befindet: Bereits 1968 wurde am Ortseingang von Aichschieß der Bebauungsplan „Industriegebiet“ genehmigt, wo sich anfangs überwiegend auswärtige Firmen aus Esslingen niederließen. Die Gewerbeflächen in Schanbach wurden wenige Jahre später im Bereich der Uhlandstraße zusammen mit dem Baugebiet Brühlwiesen I erschlossen. Hierbei handelte es sich nur um wenige Bauplätze, die ab 1970/71 überwiegend von ortsansässigen Firmen bebaut wurden.

Mit dem Ausbau der Industriegebiete, bzw. der Ansiedlung von Gewerbe ging auch die Landwirtschaft stark zurück, die auf dem Schurwald eine lange Tradition hat: Gab es 1949 in Aichelberg noch 99 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, in Aichschieß 91 und in Schanbach 78, so waren es 1971 nur noch 50, 59 bzw. 64. Auch die Intensivierung des Obstanbaus - bis 1960 befand sich die größte Himbeeranbaufläche Baden-Württembergs in Aichelberg - konnte den Rückzug der Landwirtschaft und die Veränderung der Ortsbilder nicht aufhalten, wo neben gewerblichen Flächen auch immer mehr Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut wurden.

Gewerbe- und Baugebiete ersetzen Landwirtschaft Die Anstrengungen, die die stark wachsende neue Gemeinde für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur in den 80er Jahren aufbringen musste, zeigte sich 1974 auch deutlich im Haushaltsvolumen von 11 Millionen DM. Diese Kosten versuchte die Gemeinde erneut, durch die weitere Ansiedlung von Gewerbegebieten zu kompensieren: In den 80er-Jahren wurden in Aichschieß der Bereich Himbeerweg sowie das Gewerbegebiet Nord ausgewiesen, die sich aus dem in Teilbereichen mehrfach geänderten Bebauungsplan „Industriegebiet“ entwickeln konnten.

Dabei zielten sämtliche Bebauungsplanänderungen bzw. -anpassungen laut Hauptamtsleiter Stefan Felchle darauf ab, „als Gemeinde auf den Bedarf der bereits vor Ort ansässigen Betriebe reagieren und diesen notwendige Erweiterungsmöglichkeiten bieten zu können.“ Dies auch vor dem Hintergrund, dass Aichwald beim Regierungspräsidium Stuttgart als „Gemeinde der Eigenentwicklung“ geführt werde, was laut Felchle bedeutet, „dass hier die Bedürfnisse ortsansässiger Unternehmen Vorrang haben und nicht die Ansiedlung ortsfremder Firmen.“

Dies spielte auch in den 90er Jahren bei der Entwicklung des Gewerbegebiets Ölschläger (Karlsteinstraße) in Aichelberg eine Rolle: Gestartet wurde das Verfahren 1991, seit 1995 gibt es einen Bebauungsplan für das Gewerbegebiet, in dem heute rund zehn Firmen ihren Sitz haben, die laut Felchle „im Wesentlichen aus Eigenentwicklung entstanden sind.“

Starker Branchen- und Größenmix „Wir hatten in Aichwald beim Gewerbe von jeher einen gesunden Branchenmix, der dazu führte, dass wir keinen allzu starken Schwankungen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung unterworfen waren“, erinnert sich Alt-Bürgermeister Richard Hohler. Dadurch habe sich auch ein stabiles Gewerbesteueraufkommen ergeben, das für die weitere Entwicklung der früheren Gemeinden wichtig war. So stiegen etwa die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in der Zeit zwischen 1990 und 1994 von knapp 3 Millionen auf rund 5,5 Millionen DM an. „Zudem gab es durch die angesiedelten Betriebe für die ortsansässige Bevölkerung auch ein willkommenes Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen“, so Hohler.

Mit dem Flächennutzungsplan von 2001 wurde mit dem „Buchenteich“ in Aichschieß schließlich die letzte Gewerbefläche Aichwalds ausgewiesen. Insgesamt verfügt Aichwald damit über 22,5 Hektar Gewerbeflächen, in denen rund 50 Betriebe angesiedelt sind. „Die Gewerbeentwicklung in Aichwald ist abgeschlossen“, betont Hauptamtsleiter Stefan Felchle. Da die Gemarkung Aichwald zu 75 Prozent in einem Landschaftsschutzgebiet liege, sei keine weitere Neuausweisung von Gewerbeflächen möglich.  

Gewerbeentwicklung ist abgeschlossen Bürgermeister Jarolim findet es zwar bedauerlich, den ortsansässigen Unternehmen keine „Erweiterungsmöglichkeiten mehr anbieten zu können“, betont aber zugleich die zahlreichen Besonderheiten und Vorteile, die den Wirtschaftsstandort Aichwald ausmachen: „In unseren Gewerbegebieten gibt es eine breite Palette an Branchen sowie Betrieben unterschiedlichster Größenordnungen“, so Jarolim. „Diese Vielfalt, die vom kleinen Handwerkbetrieb über traditionelle Familienunternehmen und Mittelständler bis hin zum Weltmarktführer reicht, schafft in Aichwald wirtschaftliche Stabilität und Innovationskraft.“

Mit dieser vielfältigen Wirtschaftsstruktur sei man bislang auch gut durch diverse Krisen wie etwa um das Jahr 2008 gekommen, wo andere Kommunen im Gegensatz zu Aichwald massive Einbrüche bei der Gewerbesteuer zu verzeichnen hatten. „In den letzten Jahren betrug das Gewerbesteueraufkommen durchschnittlich 3,5 Millionen Euro und ist damit ein wesentlicher Faktor in unserem Haushalt“, betont Kämmerer Andreas Jauß. Zum Vergleich: Durch die Grundsteuer erzielt die Gemeinde Einnahmen von jährlich rund einer Million Euro. Der Anteil der Einkommenssteuer, der in Aichwald bei rund 6,4 Millionen liegt, kommt insbesondere durch die zahlreichen Pendler zustande, so Jarolim: „Auf der landschaftlich reizvollen Hochfläche des Schurwalds gelegen, bietet Aichwald in idealer Weise die Möglichkeit, Leben und Arbeiten im Grünen mit der Anbindung an die wirtschaftlich starke Metropolregion Stuttgart zu verbinden.“ Hinzukomme ein breites Angebot an Einzelhändlern, Handwerksbetrieben, Freiberuflern und Dienstleistungsunternehmen,“ durch die es sich in Aichwald gut leben und arbeiten lässt“, wie Jarolim betont.

Eine weitere Besonderheit Aichwalds ist, dass rund 45 Prozent der knapp 1.500 Hektar großen Gemarkungsfläche nach wie vor landwirtschaftlich genutzt werden - wenn auch überwiegend im Nebenerwerb. Eine große Rolle spielt dabei der für den Schurwald typische Erdbeer- und Himbeeranbau; ein Alleinstellungsmerkmal hat hier der Ortsteil Aichelberg zu bieten, wo auf einer Fläche von 13 Hektar erfolgreich Wein angebaut wird. 

„Der Wirtschaftsstandort Aichwald bietet eine einzigartige Kombination aus naturnaher Umgebung, guter Infrastruktur, hoher Lebensqualität und einer starken Gemeinschaft“, ist sich Jarolim sicher. „Diese Faktoren machen unsere Gemeinde nicht nur zu einem attraktiven Standort für Unternehmen, die Wert auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung legen, sondern auch für unsere Einwohnerinnen und Einwohner, die eine reizvolle Landschaft, gute Wohnqualität und unmittelbare Nähe zur Wirtschaftsregion Stuttgart zu schätzen wissen.“

Seit Mitte der 80er Jahre hat sich das Ortsbild von Schanbach stark verändert.

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Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr   Ohne Terminvereinbarung


In den übrigen Ämtern ist eine Terminvereinbarung erforderlich. Es sind auch Termine außerhalb der regulären Rathaus-Öffnungszeiten möglich. 

Eine Terminvereinbarung mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin ist vorab online, telefonisch oder per E-Mail möglich.

Amtsblatt  (2,577 MB)