Aus der Sitzung des Gemeinderats vom 27.04.2026

In seiner öffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat am 27. April 2026 im Sitzungssaal des Rathauses in Schanbach über folgende Tagesordnungspunkte beraten:


1. Bürgerfragen

Es wurden keine Bürgerfragen gestellt.


2. Bekanntgaben

Es wurden keine Bekanntgaben gemacht.

Bürgermeister Andreas Jarolim nutzte jedoch die Gelegenheit, zu Beginn der Sitzung den alten und zugleich neuen Leiter des Bau- und Umweltamts, Ansgar Voorwold „nach 2,5 Jahren Abstinenz wieder offiziell im Rathaus willkommen zu heißen.“ 


3. Zustimmung zum Protokoll der Sitzung vom 23.03.2026

Das Protokoll wurde einstimmig angenommen.


4. Jahresbericht Bücherei Aichwald

Auf Wunsch des Gemeinderats stellte Anita Andler, Leiterin der Bücherei in Aichwald, dem Gremium den Jahresbericht 2025 vor. Danach bleibt die Bücherei Aichwald ein zentraler Treffpunkt im Gemeindeleben – und kann für das Jahr 2025 erneut eine positive Bilanz ziehen. „Wir sehen, dass unser Angebot weiterhin gut angenommen wird und wir immer mehr Menschen erreichen“, sagte Anita Andler. So stieg die Zahl der aktiven Nutzerinnen und Nutzer im Vergleich zu 2024 um 3,23 Prozent auf über 1.100 aktive Leser, die Besucherzahlen nahmen sogar um 8,38 Prozent zu. Besonders erfreulich ist laut Andler die Entwicklung bei den jüngsten Leserinnen und Lesern: Vor allem Kinder bis 12 Jahre besuchen verstärkt die Bücherei. Trotz begrenzter personeller Ressourcen – 1,8 Stellen, verteilt auf vier Mitarbeiterinnen – konnte das Angebot weiter ausgebaut und zudem die in einer Besucherbefragung gewünschten längeren Öffnungszeiten am Samstag bis 13 Uhr umgesetzt werden.
Auch der Medienbestand entwickelte sich leicht nach oben und umfasst laut Anita Andler inzwischen 13.241 Einheiten. Besonders gefragt bleiben Kinder- und Jugendliteratur sowie Belletristik. Parallel dazu sind auch die Ausleihzahlen angestiegen: Insgesamt wurden 2025 rund 73.861 Medien entliehen – ein Plus von mehr als fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Pro Einwohner entspricht das 9,6 Ausleihen, pro Öffnungstag durchschnittlich 306.
Eine wichtige Rolle spielt laut Anita Adler weiterhin die digitale Nutzung: Die sogenannte Onleihe wächst kontinuierlich. Der Gesamtbestand liegt durch einen Zusammenschluss von 38 Büchereien inzwischen bei über 110.000 Medien, auch die Nutzung durch Aichwalder Leserinnen und Leser nahm weiter zu.
Ein besonderer Schwerpunkt in der Büchereiarbeit liegt auf Veranstaltungen und Kooperationen: Mit insgesamt 14 Partnern organisierte die Bücherei 145 Veranstaltungen – von Führungen über Angebote für Kinder und Jugendliche bis hin zu Formaten für Erwachsene. Hinzu kamen Ausstellungen, Themenkisten und weitere kulturelle Angebote.
„Mit Blick auf die Zukunft sehen wir uns jedoch vor einige Herausforderungen gestellt“, so Andler. Da der Medien- und Veranstaltungsetat für 2026 um 50 Prozent auf 6.000 Euro gekürzt wurde, stehen künftig deutlich weniger Mittel für neue Anschaffungen zur Verfügung. Um den Service dennoch aufrechtzuerhalten, ist geplant auch weiterhin möglichst auf Schließzeiten in den Ferien zu verzichten – bei gleichzeitig leicht reduzierten Öffnungszeiten am Mittwochnachmittag ab Mai 2026. Durch die erstmalige Anpassung der Benutzungs- und Gebührenordnung nach mehr als 20 Jahren geht die Büchereileiterin von Mehreinnahmen in Höhe von rund 4.000 Euro aus, die die Etatkürzungen zumindest ein wenig auffangen könnten.
Langfristig bleibt das Ziel klar: „Wir wollen die Bücherei als sogenannten ‚dritten Ort‘ weiter stärken – als offenen Raum für Begegnung, Austausch und Bildung“, so Andler. Bewährte Angebote wie der Handarbeits-, Schreib- und Vorlesetreff, der Bürger-PC oder der Literaturkreis sollen deshalb fortgeführt werden. Ein besonderes Datum wirft bereits seine Schatten voraus: 2027 feiert die Bücherei Aichwald ihr 25-jähriges Bestehen.
Bürgermeister Andreas Jarolim sowie Vertreter aller Fraktionen bedankten sich bei Büchereileiterin Anita Andler für ihre Präsentation und die wichtige, generationsübergreifende Arbeit, die sie und ihr Team für Aichwald leisten. Die Kürzung der Zuschüsse sei außerordentlich schmerzhaft, aber angesichts der aktuellen Haushaltslage in Aichwald leider nicht vermeidbar gewesen.


5. Neufassung der Benutzungsordnung für die Bücherei Aichwald und Gebührenordnung für die Bücherei Aichwald

Der Gemeinderat hat die Neufassung der Benutzungsordnung sowie erstmals eine eigenständige Gebührenordnung für die Bücherei Aichwald als Satzungen beschlossen. „Die bisherigen Regelungen stammten noch aus dem Jahr 2002 und mussten im Zuge veränderter Angebote und Abläufe grundlegend überarbeitet werden“, so Bürgermeister Andreas Jarolim. Mit der Neufassung wurden die Regelungen der Bücherei an heutige Standards angepasst, transparenter gestaltet und organisatorisch flexibler aufgestellt. Mit der Trennung von Benutzungs- und Gebührenordnung wird künftig eine flexiblere Fortschreibung der Gebühren ermöglicht. Gleichzeitig wurden die Gebühren moderat angepasst. So beträgt die Jahresgebühr für Erwachsene nun 15 Euro (bisher 10 Euro), für eine Partnerkarte (= ein Paar) fallen 25 Euro statt bislang 15 Euro an, bei der ermäßigten Familienkarte wurden die Gebühren um 5 Euro auf nun 15 Euro angehoben; die einmalige Ausleihe wird mit 3 Euro um 50 Cent teurer.
Zudem gibt es in der neuen Benutzungsordnung klarere und modernisierte Vorgaben zur Anmeldung, Nutzung und Haftung; aufgenommen wurden die Erweiterung auf neue Angebote (z. B. digitale Medien, Geräteverleih, WLAN) sowie präzisere Datenschutzregelungen sowie Regelungen zu Online-Angeboten und Medienrückgabe. Die Säumnis- und Mahngebühren wurden um jeweils einen Euro erhöht.

Beschluss (einstimmig):

  1. Die in der Anlage 1 aufgeführte Neufassung der „Benutzungsordnung für die Bücherei Aichwald“ wird als Satzung beschlossen.
  2. Die in der Anlage 2 aufgeführte „Gebührenordnung für die Bücherei Aichwald“ wird als Satzung beschlossen.


6. Ausscheiden von Gemeinderat Michael Neumann – Nachrücken von Natalie Hazzouri

SPD-Gemeinderat Michael Neumann möchte sein Mandat aus Altersgründen zum 30. Juni 2026 niederlegen. Nach der Gemeindeordnung Baden-Württemberg ist in solchen Fällen durch den Gemeinderat festzustellen, ob ein sogenannter „wichtiger Grund“ für das Ausscheiden vorliegt. Da Michael Neumann dem Gremium seit mehr als zehn Jahren angehört und zudem das 67. Lebensjahr vollendet hat, sind hier gleich zwei gesetzliche Voraussetzungen erfüllt.
Für den freiwerdenden Sitz rückt nach den gesetzlichen Regelungen die nächste Ersatzperson der entsprechenden Wahlliste nach. Bei der Gemeinderatswahl im Juni 2024 wurde auf der Liste der SPD Natalie Hazzouri als erste Ersatzbewerberin gewählt. Der Gemeinderat stellte fest, dass bei Frau Hazzouri keine Hinderungsgründe vorliegen, die einer Übernahme des Mandats entgegenstehen, sodass sie ab Juli 2026 in den Gemeinderat nachrücken kann.

Beschluss (einstimmig):

  1. Der Gemeinderat stellt fest, dass bei Gemeinderat Michael Neumann ein wichtiger Grund nach § 16 der Gemeindeordnung BW vorliegt.
  2. Der Gemeinderat stellt fest, dass bei der nachrückenden Gemeinderätin Natalie Hazzouri kein Hinderungsgrund nach § 29 der Gemeindeordnung Baden-Württemberg vorliegt.


6. Verschiedenes

  • „Ohne der ordentlichen, feierlichen Verabschiedung im Juni vorzugreifen“, wollte sich Prof. Volker Haug bereits in der aktuellen Sitzung „ausdrücklich für das außerordentlich große Engagement“ bei Michael Neumann bedanken. Die CDU-Fraktion habe die Zusammenarbeit mit ihm stets sehr geschätzt.
  • Walter Knapp von der Fraktion Bündnis90/Die Grünen fragte nach dem Stand der Post-/Packstation in Aichelberg. BM Andreas Jarolim sagte, die Post sei derzeit offiziell auf der Suche nach einem Standort. Zudem gebe es Überlegungen, die Filiale selbst zu betreiben, da es wenig geeignete Gewerbetriebe in Aichelberg gebe, in deren Räumlichkeiten man eine entsprechende Station unterbringen könne. Da aber der Unterhalt einer eigenen Filiale in Aichelberg für die Post nicht wirtschaftlich ist, sei die Lage hier nach wie vor sehr unsicher. Auf die Nachfrage von SPD-Gemeinderätin Kerstin Binder, ob man der Post nicht Räume im Gebäude Schurwaldstr. 105 anbieten könne, da sich dieses im Besitz der Gemeinde befindet, äußerte Bauamtsleiter Ansgar Voorwold vor allem mit Blick auf schlechte Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten Bedenken. Dennoch werde man sich das Gebäude nochmals genauer anschauen. Auch dem Vorschlag von Prof. Volker Haug über eine mögliche Nutzung der bisherigen Räume der Bäckerei Holl werde die Verwaltung nachgehen.
  • Auf die Frage von SPD-Gemeinderat Thomas Unterricker, weshalb in der Schurwaldstraße talwärts bis Haus Nr. 105 die vom Gremium beschlossene Parkierung noch immer nicht umgesetzt wurde, äußerte sich BM Jarolim: Nach mehrmaligem Nachhaken beim Landratsamt sei dort inzwischen die verkehrsrechtliche Anordnung getroffen worden, nun müssten noch die entsprechenden Schilder aufgestellt werden. Auch hier werde man nochmals nachfragen, wann die Parkschilder angebracht werden.

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