Bürgermeister Hohler freute sich bei seiner Begrüßungsrede vor den rund 120 Gästen mit Karin Laug, dass eine Aichwalder Künstlerin im großen Rahmen in der Schurwaldhalle ihre Kunstwerke präsentieren kann. „Die Kunst ist unnütz, aber der Mensch kann auf das Unnütze nicht verzichten“, zitierte er unter anderem Eugène Ionesco und erklärte die Ausstellung für eröffnet. Gunde Kugel, Christoph Kugel und Karsten Lockmann sorgten mit zwei Celli und Kontrabass für eine schöne und stimmige musikalische Umrahmung der Vernissage.
Bis zum 9. April sind 74 Bilder der seit 1977 in Aichwald lebenden Künstlerin und Grafikerin Karin Laug in der Schurwaldhalle zu sehen. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch „eine erstaunliche Vielfalt an Technik und Ausdruck“ aus, so Petra Häusser-Koch in ihrer Einführungsrede. Über Umwegen sei Karin Laug zur Kunst gekommen. Angefangen habe sie mit naturgetreuen, akribisch genauen Bleistiftzeichnungen von Aichwalder Bauten. Später hinzugekommen ist dann viel Farbe, „Mut zum perspektivischen Wechsel“ und eine „unverwechselbare Akzentsetzung“, so Petra Häusser-Koch, die auch das Vorwort der Kunstmappe verfasst hat. „Ich mag mich lösen, von allem was vorgegeben ist“ zitierte sie Karin Laug. Sie lasse sich ungern festlegen, ihre Kunst sei immer in Bewegung. Dabei liebe Karin Laug die Genauigkeit und Perspektiven. Manchmal lösten sich die geometrischen Strukturen in feinste Nuancen auf, ins scheinbare Nichts, dann wirkten die Bilder geheimnisvoll, meditativ.
● Die Ausstellung ist bis 9. April 2006 zu folgenden Zeiten geöffnet: Mittwoch bis Samstag von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine kostenlose Führung mit der Künstlerin ist auf Anfrage möglich (Tel. 0711-36 25 02). Die Kunstmappe zur Ausstellung ist für 8 Euro in der Schurwaldhalle sowie im Rathaus (Zentrale) erhältlich.

